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Feriensport für alle

In den Märzferien organisierte der Bereich Sport und Inklusion der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zum zweiten Mal ein inklusives Feriensportangebot. In der Barakiel Halle in Alsterdorf konnten die Kinder und Jugendlichen im Alter von 7 bis 16 Jahren unterschiedlichste Bewegungsformen spielerisch ausprobieren. Das nächste Ferienprogramm gibt es in den Hamburger Herbstferien.


Jeder Tag ein Joker


Das Angebot war bewusst offen gestaltet: Ohne Anmeldung, ohne Kosten, für alle, die spontan Lust auf Bewegung in der Gruppe hatten. Auch wer sonst keinen Sport macht, konnte hier mitmachen. Das kam gut an. Für die Übungsleiter eine kleine Herausforderung, aber auch eine tolle Erfahrung. Ein Joker für Kinder und Übungsleiter. Jeder Tag neu auf Anfang. Neue Kinder, neue Bedürfnisse, Anforderungen und Ideen. Jedes Mal eine andere Gruppendynamik, andere Bewegungsangebote.


Morgens wurden verschiedene Standardgeräte aufgebaut, die Kinder durften mitentscheiden. Neben der beliebten Schaukel auch Turnringe, ein Klettergerüst, Schwingseile und eine Tischtennisplatte, an der auch Rollstuhlfahrer sich gern ausprobierten. Häufig zusammen mit sogenannten „Fußgängern“, die sich dazu in den Rolli setzten. Es gab einen Parcours, ein abgegrenztes Fußballfeld und verschiedene Ballsportarten im Angebot. „Das Zusammenspiel von Kindern mit und ohne Behinderung hat toll funktioniert“, sagt Jan Zülchner, einer der Übungsleiter. „Die Kinder haben sich oft ganz von alleine integriert, indem sie dazu kamen und mitspielen wollten, etwa beim Badminton. Meistens reichte sonst schon ein kleiner Anstoß von uns Übungsleitern.“


Jeder kann mitmachen


Auch beim Fußball hat ein Rollstuhlkind mitgespielt – als Torwart. „Häufig reichen schon kleine Regeländerungen damit das Spiel fair bleibt“, so Christina Göpfert, Leitung Sport und Inklusion der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Beim Tischtennis brauchen manche Kinder ein paar Punkte Vorsprung. „Im Grunde können Kinder mit Behinderung jede Sportart ausüben – in ihren Möglichkeiten.“


Besonders beliebt waren auch die Rollstühle, die in der Barakiel Halle als Sportgeräte zur Verfügung stehen. Denn für Kinder ohne Behinderung sind sie erst einmal Spielgeräte. Schöner Nebeneffekt: Sie bringen die Kinder mit und ohne Behinderungen spielerisch auf Augenhöhe zusammen. Ausprobiert wurde das unter anderem beim Rollstuhlbasketball.


Rund 70 Prozent der mehr als 160 Teilnehmer hatten ein Handicap und Spaß an der Bewegung in der Gemeinschaft. Von inklusiven Angeboten haben alle etwas. Kinder ohne Einschränkung lernen so mühelos Sozialkompetenz. Denn es kommt hier nicht auf Gewinnen oder Verlieren, sondern auf das Miteinander an. „Wir möchten gerade Kindern die Möglichkeit bieten, früh mit Kindern in Kontakt zu kommen, die aufgrund Ihrer Behinderung anders sind“, sagt Göpfert.


So lernen Kinder ganz selbstverständlich, dass es normal ist anders zu sein.


Mattis*, 17 Jahre, Rollstuhlfahrer und die ganze Woche dabei, fasste es so zusammen: „Jan, das war eine coole Zeit“.


Name redaktionell geändert.


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Die Farbstreifen symbolisieren die Flagge der Evangelischen Stiftung Alsterdorf. Flagge der Evangelischen Stiftung Alsterdorf


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